Bio-Lebensmittel werden häufig als besonders gesund beworben. Allerdings sind sie auch teurer und manchmal schwerer zu bekommen. Lese deswegen hier, ob der Griff zu Bio-Produkten sich für dich lohnt! Und erfahre einfach umzusetzende Tipps für deinen Alltag.

Zusammenfassung:

  • Was ist bei Bio anders?: In der Bio-Landwirtschaft dürfen keine Pestizide und keine Gentechnik verwendet werden. Außerdem ist der Einsatz von Medikamenten und Dünger im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft deutlich eingeschränkt. In verarbeiteten Bio-Produkten sind zudem deutlich weniger Zusatzstoffe erlaubt.
  • Bio und Gesundheit – Eine Frage der Perspektive!: Bei der Frage, ob Bio gesünder ist, kann man die Auswirkungen auf die Umwelt, das Tierwohl oder auf die Gesundheit des Konsumenten betrachtet. Der Fokus in diesem Artikel ist der Einfluss auf unsere Gesundheit.
  • Bio belastet dich weniger mit Pestiziden: Pestizide sind mehr als bedenklich für deine Gesundheit. Bio-Lebensmittel enthalten nachweislich deutlich weniger davon.
  • Bio belastet dich weniger mit Medikamenten und Zusatzstoffen: Beim Verzehr konventioneller Lebensmittel landen mehr Medikamentenrückstände und Zusatzstoffe auf deinem Teller als bei Bio-Produkten.  Das kann dein Körper nur begrenzt kompensieren. Außerdem sind gefährliche, multiresistente Keime häufiger.
  • Bio stärkt dich durch mehr Vitalstoffe: Bio-Lebensmittel enthalten nachweislich mehr Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien…). Und Vitalstoffe sind einfach die Basis für gute Abwehrkräfte, starke Nerven, Wohlbefinden und ein lange gesundes Leben.
  • Wie steht es um deine Balance?: Pestizide & Co bilden in deinem Körper sogenannte freie Radikale. Wenn du diesen nicht genug Antioxidantien entgegen setzen kannst, entsteht oxidativer Stress. Die Folgen: ein erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen sowie schnelles Altern. Eine einfache Möglichkeit für weniger freie Radikale und mehr Antioxidantien?: Bio essen!
  • Gesunde Umwelt – gesunder Mensch: Der Bio-Anbau setzt sich für gesunde Böden und Gewässerschutz ein. Pflanzen auf gesunden Böden brauchen weniger Pestizide und Dünger. So bleibt die Schadstoffbelastung in deinem Essen und Trinken geringer.
  • Das Gewissen isst mit – Bio ist oft fairer: Wenn es dir wichtig ist, dass mit Tieren und Menschen möglichst gut umgegangen wird, dann lohnt sich der Griff zu Bio.
  • Am Ende des Artikels findest du 8 Praxistipps für alltagstaugliches, bezahlbares Bio.

Was ist bei Bio anders?

Es gibt sowohl Gemüse und Obst, als auch Fleisch, Milchprodukte und Getreide aus konventioneller oder aus biologischer Landwirtschaft. Die Bio-Landwirtschaft unterscheidet sich dabei von der konventionellen Landwirtschaft vor allem durch diese Punkte:

  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide (z.B. Herbizide gegen Unkraut, Fungizide gegen Pilze). Statt dessen wird Unkraut mit der Harke zuleibe gerückt. Außerdem werden robuste Sorten verwendet und Nützlinge gefördert (z.B. Läuse-fressende Marienkäfer).
  • Verzicht auf Kunstdünger. Statt dessen wird zum Beispiel mit Mist oder Kompost gedüngt und die Bodengesundheit erhöht (etwa durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen).
  • Tierfutter kommt möglichst vom eigenen Hof.
  • Es gibt strengere Regeln für eine artgerechtere Tierhaltung (z.B. mehr Platz pro Tier als in der konventionellen Landwirtschaft, Zugang ins Freie…).
  • Gentechnik ist verboten (auch im Tierfutter).
  • Es werden in der Tierhaltung deutlich weniger Medikamente eingesetzt.

Außerdem gibt es auch bei verarbeiteten Produkten die Wahl zwischen Bio und Nicht-Bio. Zum Beispiel bei Backmischungen, Keksen oder Tiefkühl-Gerichten. Auch hier unterscheiden sich Bio-Produkte durch ein paar Punkte klar von konventionellen:

  • Bei Bio-Zubereitungen müssen alle Zutaten Bio-Qualität haben
  • Außerdem sind weniger Lebensmittel-Zusatzstoffe erlaubt (ca. 50 unterschiedliche bei Bio, über 300 bei konventionellen Produkten)

Aber machen diese Unterschiede Bio-Lebensmittel gesünder?

Bio und Gesundheit – Eine Frage der Perspektive!:

Ist Bio gesünder?” ist eine Frage mit vielen Dimensionen. Gesünder für wen? Für dich? Für die Umwelt? Für Menschen und Tiere in der Produktionskette?

Der Fokus in diesem Artikel ist auf deine Gesundheit gerichtet: Wir betrachten zusammen, ob Bio-Lebensmitte klare gesundheitliche Vorteile für dich haben. Trotzdem erwähne ich auch die anderen Dimensionen (z.B. Umweltschutz, Tierwohl). Zum einen, weil ich auch das wichtig finde. Zum anderen, weil diese Punkte für deine Gesundheit eine größere Rolle spielen, als so mancher glaubt… lass dich überraschen.

Bio belastet dich weniger mit Pestiziden

Weltweit sind über 5000 unterschiedliche Pestizide zugelassen. In der Bio-Landwirtschaft darf kein einziges davon eingesetzt werden: Pestizide sind grundsätzlich verboten. Deswegen sind Getreide, Gemüse und Obst aus dem Bio-Anbau nachweislich deutlich weniger mit Pestiziden belastet [1][2].

Damit du beurteilen kannst, ob das für deine Gesundheit relevant ist, hier eine kurze Pestizid-Kunde: Pestizide sind Mittel, mit denen Pflanzen im konventionellen Anbau gespritzt werden, damit Unkraut und Schädlinge nicht auftreten.

Leider schädigen diese Mittel aber nicht nur Unkraut oder Schädlinge. Auch beim Menschen können Pestizide gesundheitliche Probleme verursachen. Zum einen akute Probleme wie Erbrechen, Nervenschäden oder Kopfschmerzen durch einmalige hohen Dosen. Das tritt vor allem bei Landwirten oder Arbeitern auf Plantagen auf. Für dich als Verbraucher sind Pestizide vor allem durch eine stetige Aufnahme riskant: sie können das Krebsrisiko erhöhen und deine DNA schädigen. Und wenn du stärker belastet wirst, als dein Körper das kompensieren kann, sind ein geschwächtes Immunsystem, Energiemangel oder ein gestörter Hormonhaushalt die Folge (siehe “Wie steht es um deine Balance“).

Diese potentiellen Gesundheitsschäden durch Pestizide sind seit langem bekannt. Deswegen gibt es für jedes Mittel festgelegte Grenzwerte. Diese müssen auch bei konventionellen Lebensmitteln eingehalten werden. Viele Schlussfolgern nun: wenn es Grenzwerte gibt und diese eingehalten werden, dann ist doch alles gut!

Das Pestizidbelastungen unter dem Grenzwert gesundheitlich unbedenklich sind, ist jedoch aus folgenden Gründen eine riskante Annahme:

  • Lebensmittel werden stichprobenartig auf Einhaltung der Grenzwerte überprüft. Immer wieder tritt dabei zutage, dass Grenzwerte zum Teil nicht eingehalten werden.
  • Viele glauben, wenn Pestizide bis zu einem gewissen Grenzwert zugelassen sind, dann sind sie unbedenklich. Bei der Zulassung von Pestiziden gilt jedoch NICHT das Vorsorgeprinzip! Solange keine schädigende Wirkung klar bewiesen ist, darf das Mittel benutzt werden. Für viele Pestizide gibt es aber kaum Langzeitstudien. Deswegen werden auch immer wieder Mittel vom Markt genommen, weil sie sich trotz Grenzwert doch als zu schädigend heraus gestellt haben (oft eine dreistellige Zahl pro Jahr!).
  • Auch inzwischen in Europa verbotenen Pestizide gelangen über Produkte aus dem Ausland weiterhin auf unsere Teller.
  • Es gibt kaum Studien zu Wechselwirkungen der Pestizide untereinander. Dabei ist es gut möglich, dass die Pestizide und deren Abbauprodukte in unserem Körper miteinander reagieren und dann noch ganz andere Folgen auftreten können. Bei der großen Vielfalt an zugelassenen Pestiziden kann niemand wissen, was für Wirkungen möglich sind.
  • Nicht nur durch die direkte Wirkung einzelner oder mehrerer Pestizide auf dich, sondern schlicht und einfach auch über die Summe können Pestizide dir schaden. Durch Pestizide entstehen in deinem Körper sogenannte freie Radikale. Mit diesen freien Radikalen kann dein Körper wunderbar klar kommen. Aber nur bis zu einer gewissen Menge. Danach tauchen “scheinbar plötzlich” lauter Krankheiten und Beschwerden auf (siehe “Wie steht es um deine Balance“).
  • Abwaschen reicht nicht: viele Wirkstoffe verteilen sich in der ganzen Frucht. Durch Schälen oder Abwaschen können Pestizide also – je nach Gemüse-/ Obstsorte und Wirkstoff – maximal reduziert werden.

Wichtig zu wissen für dich ist also, dass Pestizide eine Gefahr für deine Gesundheit darstellen. Gerade für Kinder, chronisch kranke oder geschwächte Menschen kann schnell die vom Körper händelbare Schwelle überschritten sein. Bio-Lebensmittel sind dabei nachweislich weniger belastet.Wenn du nicht komplett auf Bio umsteigen magst oder kannst, findest du in den Praxistipps eine Liste an Lebensmitteln, die besonders häufig stark mit Pestiziden belastet sind. Für diese Produkte lohnt sich ein Umstieg auf jeden Fall.

Bio belastet dich weniger mit Medikamenten und Zusatzstoffen

Bei tierischen Produkte sind nicht Pestizide das gesundheitsrelevante Thema, sondern vor allem die enthaltenen Medikamentenrückstände. Denn wenn Nutztiere mit Medikamenten behandelt werden, gelangen diese zwangsläufig auch auf deinen Teller.

Biolebensmittel enthalten dabei nachweislich weniger Medikamentenrückstände. Schlicht und einfach, weil deren Einsatz in der Bio-Landwirtschaft deutlich strenger reglementiert ist. Erhält ein Schwein oder Huhn z.B. mehr als einmal in seinem Leben ein Antibiotikum verliert das Fleisch den Biostatus. Im Gegensatz dazu werden in der konventionellen Massentierhaltung Antibiotika oft sogar vorbeugend bei allen(!) Tieren eingesetzt – egal ob krank oder gesund. Einfach weil Antibiotika gegen bakterielle Infektionen wirken. Und das Risiko für solche Infektionen ist bei Tieren aus der Massentierhaltung durch die enge Haltung einfach extrem hoch. Die vorbeugende Antibiotika-Gabe ist in Deutschland immer noch erlaubt, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dringend davon abrät.

Neben dem Einsatz von Medikamenten ist auch die Verwendung von Zusatzstoffen bei Bio-Produkten deutlich stärker eingeschränkt: In der EU sind über 300 unterschiedliche Zusatzstoffe zugelassen. Nur etwa 50 davon dürfen in Bio-Lebensmitteln verwendet werden. Und das auch nur, wenn die Produkte ohne den betreffenden Zusatzstoff weder hergestellt noch haltbar gemacht werden können.

Warum sind Medikamente oder Zusatzstoffe im Essen für deine Gesundheit relevant?:

  • Der Einsatz eines Antibiotikums birgt immer das Risiko, dass Bakterien Abwehrmechanismen entwickeln und Antibiotika ihnen dann nichts mehr anhaben können. Die Bakterien heißen dann multiresistent. Durch den oft massiven Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung werden solche multiresistente Keime geradezu gezüchtet: Produkte von mit Antibiotika behandelten Tieren (Fleisch, Eier…) enthalten viel eher Antibiotika-resistente Keime. Das ist extrem gefährlich!
    • Stell dir mal vor, du hast durch den Verzehr von mit Salmonellen belasteten Fleisch eine Vergiftung. Das ist absolut nicht lustig! Aber du bekommst ein Antibiotikum und bist bald wieder fit. Wenn die Salmonellen jedoch multiresistent sind, wird es mit der Behandlung schwierig: Antibiotika wirken nicht mehr. Das bedeutet Lebensgefahr!
    • Und dieses Szenario ist nicht gerade unwahrscheinlich: der Zoonosen-Monitoring-Report 2013 des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat z.B. gezeigt, dass rund 50% der geschlachteten Tiere mit potentiell krank machenden Keimen belastet waren. Davon waren z.B. bei Masthühnern drei Viertel  und bei Schweinen über ein Drittel der gefundenen Salmonellenproben multiresistent [3]. Ein kleiner Fehler in der Küchenhygiene kann da fatale Folgen haben.
  • Viele Zusatzstoffe können, vor allem bei empfindlichen Personen wie Kindern oder kranken Menschen, gesundheitliche Beschwerden bewirken. Vor allem Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie Asthma oder eine verminderte Aufmerksamkeit sind möglich [4].
  • Genau wie bei den Pestiziden gilt auch bei der Zulassung von Zusatzstoffen NICHT das Vorsorgeprinzip: es werden immer wieder lange verwendete Zusatzstoffe vom Markt genommen, weil sie sich als zu gesundheitsschädlich heraus gestellt haben. Das unzählige Menschen sie bis dahin gegessen haben, kann dadurch leider nicht rückgängig gemacht werden.
  • Auch durch Zusatzstoffe und Medikamente entstehen in deinem Körper freie Radikale. Was das ist und warum zu viele davon für deine Gesundheit problematisch sind, liest du im Abschnitt “Wie steht es um deine Balance“.

Fazit: Zusatzstoffen und Medikamentenrückstände in Lebensmitteln können deiner Gesundheit sowohl kurzfristig, als auch langfristig schaden. Und Bio-Lebensmittel enthalten davon nachweislich weniger.

Bio stärkt dich durch mehr Vitalstoffe:

Oft wird geschrieben, dass Bio-Gemüse und Bio-Obst mehr Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Sekundäre Pflanzenstoffe..) enthält. Aber stimmt das überhaupt?

Zahlreiche Studien zeigen, dass Bio-Gemüse und -Obst oft einen höheren Gehalt an Vitaminen (z.B. Vitamin C), an Mineralien (z.B. Magnesium), an Antioxidanzien (z.B. Polyphenole) und an sekundären Pflanzenstoffen hat ([2], [5], [6]). Es scheint also definitiv etwas dran zu sein an dieser Aussage.

Der Vollständigkeit halber möchte ich aber auch erwähnen, dass es Studien gibt, die (vor allem laut Presseberichten) keine klaren Vorteile von Bio-Produkten zeigen. Oft wird in diesem Zusammenhang die sogenannte Stanford-Studie zitiert [7]. Diese weist jedoch zum einen einige Schwächen auf, wie unter anderem hier beschrieben. Zum anderen sind die Ergebnisse in den dazu geschriebenen Pressenberichten oft nicht so dargestellt, wie sie sich in der Studie tatsächlich gezeigt haben.

Insgesamt kannst du also durchaus davon ausgehen, dass Bio-Obst und Gemüse dich besser mit Vitalstoffen versorgt. Und das ist eigentlich auch nur logisch: Wenn Böden gesünder sind, können die Pflanzen mehr Nährstoffe aufnehmen. Und wenn Pestizide nicht die Arbeit übernehmen, Pflanzen vor Fressfeinden zu schützen, dann müssen die Pflanzen dies durch die Produktion von sekundären Pflanzenstoffen selber machen. Ich habe hierzu einmal folgende Weiterentwicklung der Aussage “Du bist, was du isst” gefunden:

“Du bist, was dein Essen isst” (Autor unbekannt)

Was bringt dieses mehr an Vitalstoffen nun für deine Gesundheit? Das Vitamine & Co wichtig sind, damit du Energie, ein fittes Immunsystem usw. hast, brauche ich wohl kaum näher erläutern. Eine besondere Rolle spielen dabei die Antioxidanzien, die in Biolebensmitteln stärker enthalten sind. Mehr dazu liest du im Abschnitt “Wie steht es um deine Balance“.

Wie steht es um deine Balance?

Immer wieder habe ich im bisherigen Artikel erwähnt, dass Pestizide, Medikamente und Zusatzstoffe sogenannte freie Radikale produzieren. Und das diese freien Radikale dir schaden können. Weil dieser Punkt wirklich wichtig für deine Gesundheit ist, möchte ich dir in diesem Abschnitt erklären, was es damit auf sich hat:

  • Also, was sind freie Radikale?: Freie Radikale sind kleine Moleküle, die in deinem Körper entstehen. Sie sind instabil und deswegen extrem reaktiv: sie greifen alles an, was ihnen begegnet. Das ist biologisch so gewollt. Dein Körper verwendet freie Radikale als Geheimwaffe gegen Erreger. Die freien Radikale setzten Bakterien und Co. einfach außer Gefecht bevor sie dich krank machen können.
  • Wann sind freie Radikale ungesund?: Freie Radikale sollen nur Erregen angreifen und nicht deinen ganzen Körper. Deswegen werden sie durch ihre Gegenspieler – die Antioxidanzien – in Schach gehalten. Antioxidanzien sind zum Beispiel Vitamin C, Selen oder auch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Wenn du nun richtig viele freie Radikale bildest und nicht genug Antioxidanzien zu Verfügung hast, wird es ungesund. Dann entsteht der sogenannte oxidative Stress.
  • Was ist oxidativer Stress?: Oxidativen Stress entsteht, wenn du mehr freie Radikale bildest, als deine Antioxidantien in Schach halten können. Dann greifen die freien Radikale alle deine Zellen und Gewebe an. Dein kompletter Körper (Haut, Nerven, Blutzellen usw.) wird in Mitleidenschaft gezogen. Das erhöht dein Risiko für viele chronische Erkrankungen deutlich und lässt dich schneller Altern. Auch Energiemangel oder hormonelles Durcheinander können die Folge sein. Oxidativer Stress ist dabei aber nichts, was du direkt und innerhalb kürzester Zeit spürst. Er schadet aber über kurz oder lang definitiv deiner Gesundheit. Wie Hippokrates so schön vor langer Zeit einmal gesagt haben soll:

“Die Krankheiten befallen uns nicht aus heiteren Himmel, sondern entwickeln sich aus den täglichen Sünden wider der Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie scheinbar auf einmal hervor” (Hippokrates, griechischer Arzt und Philosoph, 460-377 v.Chr.)

  • Wie kannst du oxidativen Stress vermeiden?: Ganz einfach! Du solltest zum einen darauf achten, dass du täglich viele Antioxidantien zu dir nimmst. Zum anderen ist es wichtig, dass du möglichst wenig freie Radikale bildest. Damit du weißt, was freie Radikale bildet und was gute Lieferanten von Antioxidantien sind, hier eine Übersicht für dich:

Was hat das nun mit Bio-Lebensmitteln zu tun? Viel! Wenn du Bio-Lebensmittel isst, kannst du deine Balance auf einen Schlag erheblich verbessern: Du nimmst weniger Pestizide, Medikamente und Zusatzstoffe zu dir. Und gleichzeitig mehr Antioxidantien. Den Effekt wirst du nicht sofort spüren. Aber er kann darüber entscheiden, ob du bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit bleibst oder zu den vielen Menschen gehörst, die bereits früh chronisch krank werden.

Gesunde Umwelt – gesunder Mensch:

Die biologische Landwirtschaft achtet im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft nicht nur auf Ertrag und Umsatz, sondern auch auf unsere Umwelt.

Es werden zum Beispiel keine leicht löslicher Mineraldünger und keine Pestizide eingesetzt. Deswegen sind die Gewässer rund um die Flächen von Bio-Bauern hiermit deutlich geringer belastet. Außerdem wird die Bodengesundheit gefördert: durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen und organische Dünger werden Böden beim Bio-Anbau messbar gesünder. Beim konventionellen Anbau hingegen werden sie meist einseitig ausgelaugt – Nährstoffe und die Anzahl an wichtigen Mikroorganismen werden weniger.

(Bildquelle: Bartz/Stockmar, Lizenz: CC BY-SA 3.0, aus dem Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung)

Bio ist also definitiv besser für die Umwelt. Aber hat das auch was mit deiner Gesundheit zu tun?

Ja , hat es! Auf gesünderen Böden wachsen gesündere Pflanzen! Dadurch können weniger bzw. keine Pestizide eingesetzt werden und man kommt mit deutlich weniger Dünger aus. Diese ungesunden Mittel landen dann auch weniger auf deinem Teller und in deinem Trinkwasser. 

Wenn wir also auf die Umwelt achten, hat es den positiven Effekt, dass wir weniger belastete Lebensmittel essen können. Jetzt und auch in Zukunft!

Das Gewissen isst mit – Bio ist oft fairer

Bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln geht es Mensch und Tier in der Produktionskette oft besser.

Für die Tierhaltung gibt es klare Richtlinien für eine artgerechtere Haltung. Auch bei Bio-Tierhaltung ist nicht alles Bauernhof-Idylle. Aber die Tiere haben zumindest mehr Platz und Zugang zum Freien. Wenn ich ein Huhn wäre, würde es für mich wohl einen erheblichen Unterschied machen: Bei Bio teile ich mir den Quadratmeter mit 5 anderen Hühnern und habe zusätzlich 4 Quadratmeter im Freien für mich allein. Auf einem konventionellen Hof teile ich mir den Quadratmeter mit 8 Hühnern – und ins Freie komme ich mein ganzes Leben nicht.

Für den Umgang mit Menschen, die an der Produktionskette beteiligt sind, gibt es solche verbindlichen Standards nicht. Wenn du also auf soziales Handeln (z.B. angemessene Beazahlung der Bauern) Wert legst, solltest du vor allem auf das Fairtrade-Siegel achten. Aber zum einen findest du eher bei Biobetrieben als bei konventionellen Betrieben eine partnerschaftlichere, faire Zusammenarbeit. Zum anderen tritt ein soziales Problem, was die konventionelle Landwirtschaft hat, beim Biolandbau erst gar nicht auf: Landwirte oder Arbeiter werden beim konventionellen Anbau oft  einer massiven Pestizid-Belastung ausgesetzt. Und während Landwirte hierzulande evtl. noch die Wahl haben, sind Arbeiter in Entwicklungsländern der Belastung oft schutzlos ausgesetzt. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) komm es in Entwicklungsländern jedes Jahr zu etwa 25 Millionen Fällen von Vergiftungen durch Pestizide. Etwa 20.000 dieser Vergiftungsfälle verlaufen tödlich.

In einer Zeitschrift aus meinem Bioladen gab es einmal einen Bericht über konventionelle Bananenplantagen. Dort werden Pestizide mehrfach die Woche mit Flugzeugen großzügig verteilt. Und das oft sogar während die Arbeiter auf dem Feld arbeiten! Schutzbekleidung gibt es in der Regel nicht! Die Folgen: Die Arbeiter und die in der Nähe wohnende Bevölkerung leidet unter Übelkeit, Kopfschmerzen, erhöhtem Krebsrisiko und Missbildungen bei Neugeborenen. Meine damals 7-jährige Tochter hat den Artikel zufällig gelesen. Sie ist mit großen Augen in die Küche gekommen und hat gefragt “Mama, warum machen die das? Die wissen doch, dass die Menschen davon krank werden!“. Ich wünschte, ich könnte was anderes antworten als “Damit die Bananen hierzulande etwas billiger angeboten werden können, als wenn Unkraut und Schädlinge anders entfernt werden müssen”… 

Kurzum: Nicht immer, aber öfter als in der konventionellen Landwirtschaft geht es Mensch und Tier bei der Produktion von Biolebensmitteln besser.

Nun habe ich dir ja versprochen, dass der Artikel vor allem die Frage beantwortet, ob Bio für dich gesünder ist. Was hat dieser Abschnitt also mit deiner Gesundheit zu tun? … Also mir geht es besser, wenn ich weiß, dass andere Menschen und Tiere – wann immer ich das ermöglichen kann – nicht wegen mir leiden! Das ist mir einfach wichtig. Und so zu leben, wie es den eigenen Vorstellungen und Werten entspricht, ist immer auch gesünder (in der Gesundheits-Puzzle-Landkarte heißt das Puzzle-Teil “Lebe DEIN Leben”). Ob das auch für dich gilt, ist eine Frage, die jeder selbst für sich beantworten muss.

8 Praxistipps für alltagstaugliches, bezahlbares Bio

Insgesamt betrachtet sind Bio-Lebensmittel für deine Gesundheit also tatsächlich besser. Es ist aber trotzdem eine Tatsache, dass Bio-Lebensmittel teuer sind. Und gerade in ländlicheren Gebieten sind sie oft auch schwerer zu bekommen. Wenn du gerne mehr Bio auf deinen Teller bringen möchtest, dann habe ich 8 Praxistipps für dich, wie das bezahlbar und alltagstauglich gelingt.

Praxistipp 1: Woran erkenne ich Bio?

Um Bio-Produkte einkaufen zu können, musst du sie erst einmal eindeutig von konventionellen Produkten unterscheiden können. Beschreibungen wie “aus kontrollierten Anbau” oder ähnliches dürfen Hersteller nämlich ohne Weiteres auf ihre Produkte schreiben – egal ob bio oder nicht. Solche Texte oder eine grüne Verpackung werden deswegen oft genutzt, um den Anschein zu erwecken, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt.

Es gibt aber einen ganz einfachen Weg Bio-Produkte eindeutig zu erkennen: Das EU-Bio-Siegel.

Dieses Siegel darf nur auf Lebensmitteln abgebildet sein, die die Regeln der EG-Öko-Verordnung einhalten. Die Einhaltung der Regeln wird streng kontrolliert, z.B. durch mindestens jährliche Kontrollen vor Ort durch anerkannte Kontrollstellen. Auch die Begriffe “Bio” und “Öko” sind geschützt und dürfen nur auf Produkten stehen, die die EG-Öko-Richtlinien erfüllen. In diesem Fall wirst du aber auch immer das EU-Siegel auf den Produkten finden.

Neben dem EU-Bio-Siegel gibt es weitere Bio-Siegel. Das liegt daran, dass es Anbauverbände gibt, die sich selber noch strengere Richtlinien vorschreiben. Zum Beispiel gibt es die Anbauverbände Demeter, Bioland und Naturland.

Diese halten neben den EU-Richtlinien noch weitere, strengere Richtlinien ein und werden noch stärker kontrolliert. Neben dem Siegel des Anbauverbands tragen sie auch immer das EU-Biosiegel.

Wenn du mehr zu den einzelnen Bio-Siegeln erfahren möchtest, kannst du dazu zum Beispiel die App “NABU-Siegel-Check” nutzen. Ansonsten gilt: Wenn du Bio kaufen möchtest, achte darauf, dass mindestens das EU-Biosiegel auf den Produkten abgebildet ist!

Praxistipp 2: Kaufe möglichst regional und saisonal

Achte vor allem beim Kauf von Obst und Gemüse darauf, dass sie gerade Saison haben und aus deiner Region kommen.  Das hat das gleich mehrere Vorteile:

  • Eine geringere Belastung der Umwelt, weil lange Transportwege oder Lagerzeiten entfallen.
  • Es sind mehr Vitalstoffe enthalten, weil die Produkte in der Regel frischer sind.
  • Dein Geldbeutel wird geschont, denn Obst und Gemüse ist in der Saison deutlich günstiger. Das Geld kannst du dann in Bio-Qualität stecken.
  • Das Obst und Gemüse schmeckt viel besser. Unreif geerntete Erdbeeren, die um den halben Erdball geflogen sind, sind einfach nicht mit den frisch vom Feld gepflückten vergleichbar.

Einen übersichtlichen Saisonkalender findest du zum Beispiel hier. Die Herkunft der Lebensmittel ist fast immer auf der Verpackung abgedruckt bzw. bei Obst und Gemüse oft auch auf dem Preisschild zu finden.

Praxistipp 3: Lass Bio-Produkte zu dir nach Hause kommen.

Bei dir in der Nähe gibt es keinen Bioladen und auch keinen gut sortieren Supermarkt mit großem Bio-Angebot? Dann lass die Bioprodukte doch zu dir nach Hause kommen. Es gibt viele Bio-Höfe, die zumindest Gemüse und Obst – oft auch andere Produkte – bis vor die Haustür liefern. Außerdem gibt es Bio-Online-Shops mit breiten Angebot und Lieferung nach ganz Deutschland (oft auch mit umweltfreundlicheren Versand).

Für Gemüsekisten vom Bauernhof gibt es hier eine Suchmaschine: du kannst einfach deine Postleitzahl eintippen und schauen, ob es auch bei dir eine Biokoste gibt. Ansonsten kannst du auch einfach in deine Suchmaschine “Bio online bestellen” oder “Gemüsekiste DeinOrt” eintippen, um passende Anbieter zu finden.

Wenn du so an Bio-Lebensmittel kommst, ist das gleich doppelt gesund: du hast gesunde Bio-Lebensmittel immer griffbereit. Und gleichzeitig ist Zeit über, die du nicht mit einkaufen verbringen musst.

Also ich freue mich jede Woche wieder über unsere Biokiste vor der Haustür.

Praxistipp 4: Frage in deinem Supermarkt regelmäßig nach mehr Bio-Lebensmitteln

Du möchtest ergänzend zur Biokiste oder auch lieber ausschließlich vor Ort einkaufen? Dann frage regelmäßig in deinem Supermarkt nach mehr Bio-Lebensmitteln. Oft sind Supermärkte froh, wenn Kunden ihre Wünsche äußern und sie darauf eingehen können. Und wenn mehr Menschen das machen, wird das Bio-Angebot automatisch größer und größer.

Nach Bio-Produkten suchen und auch gezielt fragen lohnt sich übringens auch in Drogerien. Denn vor allem die zwei größten deutschen Drogerie-Ketten haben immer Bio-Produkte im Angebot – Tendenz steigend.

Praxistipp 5: Achte vor allen bei den “Dirty Dozen” auf Bio

Du möchtest oder kannst nicht 100% Bio kaufen? Dann lohnt es sich für deine Gesundheit sehr, wenn du vor allem bei besonders stark mit Pestiziden belasteten Obst- und Gemüsesorten Bio wählst.

Bei Kontrollen fallen stets dieselben Sorten negativ bzw. positiv auf. Diese werden inzwischen als “Dirty Dozen” (= 12 besondest belastete Sorten) und “Clean 15” (=15 eher mäßig belastete Sorten) bezeichnet. Hier eine Übersicht für dich:

Praxistipp 6: Überdenke deine Einstellung

Eigentlich möchtest du gerne mehr Bio kaufen und theoretisch ist es finanziell für dich auch machbar. Aber wenn im Supermarkt-Regal die Bio-Bananen direkt neben den konventionellen liegen und das dreifach kosten, greifst du doch lieber zu der günstigen Variante?

Das ist ein ganz normaler, menschlicher Automatismus. Wir sind einfach von Natur aus “sparsam” angelegt. Aber vielleicht hilft es dir ja, in der Situation daran zu denken, dass einer die Kosten für gute Lebensmittel zahlen muss:

  • entweder dein Geldbeutel über den höheren Preis
  • oder aber du, andere Menschen, Tiere und die Umwelt über eine schlechtere Gesundheit. Denn niedrige Preise gehen NUR zu Lasten von Qualität, Arbeitsbedingungen, Tierleben oder Umwelt!

Auch bekannte Marken wie zum Beispiel Chiquita-Bananen, die preislich oft zwischen anderen konventionellen Produkten und Bio-Produkten liegen, sind hier übrigends keine Alternative (siehe hier).

Praxistipp 7: Veranstalte Schnibbelpartys mit deinen Lieben

Fertiggerichte und halbfertige Produkte sind immer teurer, als selbst zu kochen. Wenn du also Geld sparen möchtest oder musst, spar lieber an Fertiggerichten als an Bio-Qualität. Dafür ist häufiger selbst kochen eine super Sache!

Eventuell kommt dir jetzt Gedanken wie “Das auch noch! Neben Beruf, Familie, Freunden etc. schaffe ich das einfach nicht” oder “Ich mag aber nicht kochen“. Dann habe ich einen Vorschlag für dich: veranstalte Schnibbelpartys! Den Begriff haben sich junge Menschen ausgedacht, die sich immer öfter zu gemeinsamen Koch-Events verabreden (oft um Lebensmittel zu verwerten, die sonst im Müll landen).

Das geht aber auch wunderbar ohne viel Aufwand zu Hause: Musik an, jeder wird mit Brett, Messer oder Kochlöffel ausgestattet, Tipp 8 beachtet und los gehts . Mit Freunden ist es eine tolle Möglichkeit im oft vollen Alltag eine entspannte Zeit miteinander zu verbringen, wenn man einfach das Abendessen zusammen legt. Als Familie ist es mit Kindern evtl. erstmal weniger entspannend – ich habe da so meine Erfahrungen mit einer 2-jährige mit Küchenmesser in Kombi mit einem Kindergartkind am Herd 😉. Aber wenn die Kinder älter werden, wird es schnell entspannter. Und dann ist das gemeinsame Kochen mit der Familie gleich aus mehreren Gründen super für alle Beteiligten: weniger Arbeit für die Erwachsenen, die Kinder lernen viel rund ums Kochen und über gesunde Ernährung und alle genießen die Zeit zusammen. Und ein leckeres Essen gibt es auch noch.

Praxistipp 8: Halte es einfach!

Damit selber kochen alltagstauglich und Bio-Ernährung finanzierbar ist, gilt: Halte es einfach! Du musst nicht aufwendige Gerichte aus Chia-Samen und Goji-Beeren zaubern.Gutes ist manchmal so einfach! Ein paar Beispiele zur Inspiration:

  • Tomate, Mozarella, intensiver Bio-Basilikum und gutes Olivenöl. Vielleicht noch ein paar Kürbiskerne dazu. Fertig ist eine leckere Mahlzeit.
  • Eins unser “Lieblingsgerichte” für den Familienalltag: ca. 250g Gemüse pro Kopf (saisonal, regional, worauf wir gerade Appetit haben) in der Pfanne kurz anbraten, Salz und ggf. Kräuter dazu, etwas Wasser angießen und gar ziehen lassen. Manchmal noch Frischkäse in die Sauce rühren oder geriebenen Käse drüber streuen. Dazu passen Nudeln, Salzkartoffeln, Reis, Hirse, Quinoa usw. Und für genug Eiweiß sind die Nudeln aus Hülsenfrüchten, es gibt Lachs dazu oder wir streuen Leinsamen und Hanfsamen drüber. Lecker!
  • Als super Snack für Zwischendurch gibt es Bio-Nüsse oder Joghurt mit frischen Früchten. Ohne Aufwand oder Abwasch in Sekunden auf dem Tisch.

Wenn du noch einfach, leckere und alltagstaugliche Rezepte kennst, teile sie gerne mit uns im Kommentar!

Bio lohnt sich

Du siehst: Bio lohnt sich! Jedes Mal wenn du zu Bio-Lebensmitteln greifst, hat das einen Einfluss: auf das Leben der Tiere & Menschen in der Produktionskette. Auf die Umwelt. Und eben auch auf deine Gesundheit. Du wirst weniger mit Pestiziden & Co belastet. Und gleichzeitig besser mit Vitalstoffen versorgt. Beides sind wichtige Puzzle-Teile für deine Gesundheit. Und du weißt ja: JEDES Puzzle-Teil zählt!

Quellen

[1] Monitoring data on pesticide residues in food: results on organic versus conventionally produced food. In: EFSA Supporting Publications. 15, 2018, doi:10.2903/sp.efsa.2018.EN-1397.

[2] Barański M, Srednicka-Tober D, Volakakis N, Seal C, Sanderson R, Stewart GB, Benbrook C, Biavati B, Markellou E, Giotis C, Gromadzka-Ostrowska J, Rembiałkowska E, Skwarło-Sońta K, Tahvonen R, Janovská D, Niggli U, Nicot P, Leifert C. Higher antioxidant and lower cadmium concentrations and lower incidence of pesticide residues in organically grown crops: a systematic literature review and meta-analyses. Br J Nutr. 2014 Sep 14;112(5):794-811. doi: 10.1017/S0007114514001366. Epub 2014 Jun 26. Review. PubMed PMID: 24968103.

[3]https://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/06_ZoonosenMonitoring/lm_zoonosen_monitoring_node.html

[4] McCann D, Barrett A, Cooper A, Crumpler D, Dalen L, Grimshaw K, Kitchin E, Lok K, Porteous L, Prince E, Sonuga-Barke E, Warner JO, Stevenson J. Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community: a randomised, double-blinded, placebo-controlled trial. Lancet. 2007 Nov 3;370(9598):1560-7. Erratum in: Lancet. 2007 Nov 3;370(9598):1542. PubMed PMID: 17825405.

[5] Worthington V. Nutritional quality of organic versus conventional fruits, vegetables, and grains. J Altern Complement Med. 2001 Apr;7(2):161-73. PubMed PMID: 11327522.

[6] Györéné KG, Varga A, Lugasi A. [A comparison of chemical composition and nutritional value of organically and conventionally grown plant derived foods]. Orv Hetil. 2006 Oct 29;147(43):2081-90. Review. Hungarian. PubMed PMID: 17297755.

[7] Smith-Spangler C, Brandeau ML, Hunter GE, Bavinger JC, Pearson M, Eschbach PJ, Sundaram V, Liu H, Schirmer P, Stave C, Olkin I, Bravata DM. Are organic foods safer or healthier than conventional alternatives?: a systematic review. Ann Intern Med. 2012 Sep 4;157(5):348-66. doi: 10.7326/0003-4819-157-5-201209040-00007. Review. Erratum in: Ann Intern Med. 2012 Oct 2;157(7):532. Ann Intern Med. 2012 Nov 6;157(9):680. PubMed PMID: 22944875.