Meine Motivation

Dr. rer. nat. Lisa Pahl

Dr. rer. nat. Lisa Pahl

Ich finde es schon seit der Schulzeit spannend, wie der Mensch funktioniert und was er braucht, um so richtig gesund zu sein. Von einer einzigen Zelle ausgehend entsteht ein denkendes Wesen. Ein Wesen, dass mit allen Sinnen die Welt wahrnehmen, Entscheidungen treffen und sein Leben gestalten kann. Es laufen jede Sekunde in jeder Zelle Prozesse ab, die all dies ermöglichen. Und hierfür braucht unser Wunderwerk eigentlich nur ein halbwegs „artgerechtes“ Leben.

Aber obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben und es haufenweise Empfehlungen, Bücher & Co. zum Thema Gesundheit gibt, leben hierzulande viele Menschen immer weniger „artgerecht“. Wir brauchen gesundes Essen – und essen jede Menge Zusatzstoffe. Wir brauchen Bewegung – und sitzen viel zu viel. Wir brauchen echte Beziehungen zu anderen Menschen – und schreiben oft eher eine WhatsApp. Wir brauchen Pausen und genug Schlaf – und hetzen einfach weiter durch unsere Aufgaben. Wenn sich gesundheitliche Probleme einstellen, versuchen wir nicht selten, dass „möglichst schnell“ mit Medikamenten zu lösen. Obwohl ganz sicher kein Mensch Kopfschmerzen hat, weil ihm Aspirin fehlt oder eine Depression wegen eines Mangels an Psychopharmaka. (Versteht mich nicht falsch! Ich bin für die Schulmedizin sehr dankbar und sie leistet Großartiges. Aber bei chronischen Dingen lohnt es sich meiner Meinung nach immer, nach den URSACHEN zu suchen).

„Auch noch“ gesund leben ist oft gar nicht so leicht

Es ist ja oft auch alles andere als leicht, einen gesunden Lebensstil tatsächlich umzusetzen. Gerade für Menschen, die Verantwortung für andere und die vielen notwendigen Aufgaben in Beruf und Alltag übernehmen. Sie kümmern sich zuverlässig um ihren Job und ihre Familien, sind für Freunde da und haben vielleicht sogar noch ein Ehrenamt. Doch dabei bleiben sie oft selber auf der Strecke. Ihre eigene Gesundheit ist ihnen zwar meist wichtig, aber irgendwo zwischen Zeitmangel und innerem Schweinehund stellen sie abends nicht selten fest: „Oh, für mich sorgen hat heute wieder mal nicht reingepasst.“

Das scheint ja sogar gesellschaftlich gewollt zu sein, zumindest aber in Kauf genommen zu werden, bei dem Drang alles effektiver und ökonomischer zu gestalten (z.B. Arbeitsplätze, Schulen, Krankenhäuser…). Bezeichnend ist in meinen Augen, dass hierzulande der Spruch „Der arbeitet sich ja auch nicht gerade zu Tode“ als eine Art Beleidigung gemeint ist. Warum sollte es in irgendeiner Form gut oder erstrebenswert sein dies zu tun??? (v.a. da es wirklich vorkommt, in Japan gibt es mit Karōshi sogar ein eigenes Wort dafür). Eine Gesellschaft, in der auf diese Art und Weise der Nutzen des Menschen und weniger der Mensch selber in den Mittelpunkt gestellt wird, macht es nun mal – zusätzlich zu Hürden wie Zeit- oder Energiemangel – noch schwerer, sich gut um seine Gesundheit zu kümmern.

„Leisten wollen“ ohne für sich zu sorgen ist Blödsinn!

Ich finde diese Entwicklungen einfach nur Wahnsinn!! Wer glaubt wirklich und ehrlich, dass ein Arzt, der 24 Stunden am Stück arbeitet (in der Klinik nicht selten), der bessere Arzt ist? Dass im Job bessere Ergebnisse abliefert, wer lange und ohne Pause (dafür mit viel Kaffee) arbeitet und auch Sontags fleißig Emails verschickt? Dass man die bessere Mutter ist, wenn man viel zu wenig schläft und ständig über seine Grenzen geht? Wer glaubt wirklich und ehrlich, dass man tatsächlich mehr schafft, wenn man keine Energie und Zeit für ein artgerechtes Leben „vergeudet“?

Meine feste Überzeugung ist, dass dieser Ansatz Blödsinn ist. So funktioniert der Mensch nicht! Und Zahlen belegen auch, dass da eine ganze Menge in die falsche Richtung läuft: 2016 waren psychische Erkrankungen erstmalig der häufigste Grund für Krankschreibungen. Zusätzlich nehmen chronische, Stress- und Lebensstil-bedingte Erkrankungen immer mehr zu. Dabei kann ein gesunder Lebensstil und bei gesundheitlichen Problemen eine vernünftige, ganzheitliche Unterstützung so unglaublich viel bewirken

Wie wäre es, wenn man da einfach nicht mehr mitmacht?

Ich wünsche mir von ganzen Herzen, dass möglichst viele Menschen da einfach – so gut es für sie möglich ist – nicht mehr mitmachen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft:

  • in der gesunde Menschen im Mittelpunkt stehen. Nicht ihr Nutzen und ihre Leistungen.
  • in der Menschen erkannt haben, dass “ganzheitlich gesund leben” bedeutet, voller Gesundheit, Energie und mit Freude MEHR für sich und andere erreichen zu können. Und dass das nichts ist, was man machen kann, wenn noch “Zeit über” ist oder etwas, was keinen Spaß macht.
  • in der Menschen richtig gut verstehen, wie sie funktionieren und genau wissen, was sie brauchen, um körperlich, geistig und seelisch so richtig gesund zu sein.
  • in der Menschen bei gesundheitlichen Problemen gut informiert langfristig gesunde Behandlungsentscheidungen treffen können. Mit der Unterstützung von empathischen Ärzten und Therapeuten, die auch Gespräche vernünftig bezahlt bekommen.
  • in der es selbstverständlich ist, dass man gut für sich und seine Gesundheit sorgt und in der Menschen sich gegenseitig dabei unterstützen.

Ich bin mir sicher, dass man so – nur so – weg vom Anstieg der Stress- und Lebensstilbedingten Erkrankungen kommt. Hin zu einer Gesellschaft, in der Menschen gesund, voller Energie und mit Freude ihr Leben gestalten und anstehende Herausforderungen gemeinsam meistern.

Wer bin ich nun, dass ich glaube dabei unterstützen zu können?

Aber ich weiß auch, dass es für jeden einzelnen schwer ist, dies zu erreichen. Ich bin selbst so jemand, der bei Aufgaben gerne hier schreit und im vollen Alltag dabei das ein oder andere Mal sich selber verloren und Grenzen erreicht (bzw. auch überschritten) hat. Gesundheit war mir immer wichtig. Aber irgendwo zwischen Studium & Nebenjob, Beruf & meinen beiden Kindern, Zeit für Familie und Freunde, verschiedenen Ehrenämtern und Co. habe ich phasenweise mehr funktioniert als gesund gelebt. Es gab einfach so viele Anforderungen und Aufgaben, die mir wichtig waren und die ich nicht sein lassen konnte bzw. wollte. Zusätzlich begleiten mich seit langem einige Unverträglichkeiten (v.a. gegen bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente, Parfüm…), die das Leben auch nicht gerade leichter machen.

Aber ich habe mit der Zeit  immer mehr über das Wunderwerk Mensch gelernt: durch meine Begeisterung für jegliches Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit, im Studium (Life Science und Biomedizin), während meiner Doktorarbeit in der Humangenetik, bei der Arbeit in der medizinischen Grundlagenforschung, in der ein oder anderen Weiterbildung (z.B. in Gesundheits-Psychologie)  und im echten Leben. Dieses Wissen hat mir immer wieder geholfen, rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um wieder zu mir und zu ganzheitlicher Gesundheit zurückzufinden – trotz vollem Alltag. Denn wenn man versteht, wie der Mensch allgemein und man selber im Besonderen funktioniert – körperlich, seelisch und geistig – dann wird es tatsächlich um einiges leichter. Dann kann man zum einen die RICHTIGEN Dinge für sich tun – die bei einem selber gerade wirklich fehlen – statt zu versuchen, diverse in Büchern und Internet kursierenden Empfehlungen im vollen Alltag auch noch irgendwie umzusetzen. Zum anderen kann man MIT sich selber arbeiten – so wie man eben ist und funktioniert – statt zu versuchen, mit Disziplin und Kampf gegen den inneren Schweinehund Dinge umzusetzen. So kann man dann trotz der Herausforderungen des Lebens immer wieder in Balance kommen, immer wieder Gesundheit und Energie zurückgewinnen.

Wie ich helfen möchte

Deswegen ist es mein Wunsch, mein Wissen ständig zu erweitern und in verständlicher, praxisorientiert und lebensnaher Form mit allen Interessierten zu teilen. Neben dieser Wissenvermittlung möchte ich Menschen gleichzeitig bei der Umsetzung in ihrem Alltag unterstützen und begleiten.

Ich freue mich, wenn über gesundheits-puzzle.de möglichst viele Menschen besser verstehen, wie sie funktionieren und was sie persönlich körperlich, seelisch und geistig brauchen, um so richtig gesund zu sein. Und es dann schaffen, dass ganze in ihr Leben zu integrieren – ohne Druck und noch mehr „du musst“, sondern so wie es für sie passend ist. In ihrem Tempo, mit ihren Ressourcen und Schritt für Schritt. Puzzle-Teil für Puzzle-Teil eben. Und dass möglichst viele Menschen sich so jeden Tag ein Stück ihrem vollständigen Gesundheits-Puzzle nähern, belohnt durch mehr Gesundheit, mehr Energie und mehr Lebensfreude!

Ich freue mich, wenn du beim „gesund puzzeln“ dabei bist.

Lisa

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